Hello - in Basel geboren, in Europa zuhause

2003

Im Herbst haben einige erfahrene Fachleute rund um Crossair-Gründer Moritz Suter die Idee, eine unabhängige Schweizer Bedarfsfluggesellschaft mit Home Base auf dem EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg zu gründen.

2004

Im Februar wird die Hello AG ins Handelsregister Basel-Stadt eingetragen. Das Projektteam unter Leitung des designierten CEO Markus Seiler stürzt sich, nachdem es die vielfältigen Vorarbeiten bereits an die Hand genommen hat, vehement in die Aufgabe, noch einen Teil des Sommergeschäftes zu erhalten. Schon am 5. August erteilt das Bundesamt für Zivilluftfahrt der Hello das Air Operator’s Certificate und die allgemeine Betriebsbewilligung; ab 6. August ist die erste in Basel eingetroffene Boeing MD-90 HB-JIA im kommerziellen Einsatz. Ende Jahr ist die Flotte mit drei Flugzeugen vorerst komplett, das erste Geschäftsjahr mit fünf Betriebsmonaten kann mit einem Gewinn abgeschlossen werden.

2005

Die Hello ist im Steigflug. Ab 1. Mai wird HB-JIB für einen Partner auf Malta stationiert und bedient täglich Ziele in England. Am 1. Juni nimmt das Hello-eigene Operations Center seinen Dienst auf. Ab 15. Juni fliegt HB-JIC ab Dublin für einen anderen Partner, während HB-JIA weiter Ferienflüge ab der Schweiz ausführt. Im Dezember genehmigt der Verwaltungsrat die Übernahme dreier weiterer Boeing MD-90 von SAS, die ab 2006 für einen dritten Partner auf drei Jahre fest ab Island operieren werden. Auch 2005 als erstes volles Betriebsjahr kann profitabel abgeschlossen werden.

2006

Die verdoppelte Flotte der Hello ist auf vielen Flughäfen Europas und auch in Nordafrika zu einem vertrauten Anblick geworden. Die drei neuen Flugzeuge werden erfolgreich von Island aus eingesetzt, HB-JIB fliegt weiter zwischen Malta und England, HB-JIA und -JIC führen Ferienflüge ab der Schweiz aus. Die Hello erhält ihr EASA Part-145-Zertifikat, das ihr erlaubt, eine eigene Wartungsorganisation zu führen. Die Gesellschaft kann 2006 wiederum einen Gewinn verbuchen.

2007

Nach der Verdoppelung der Flotte ist 2007 ein Jahr der Konsolidierung. Im Juni tritt CEO Markus Seiler nach erfolgreicher Aufbauarbeit zurück und übergibt die Geschäftsführung Robert Somers. Im Ferien- und Spezialfluggeschäft kann ein erfreulicher Zuwachs verzeichnet und der Kundenstamm unter den Tour Operators vergrössert werden. Im Herbst wird ein Flugzeug nach Bangkok überführt, wo es drei Monate für einen festen Partner im Einsatz ist. Die Hello weist 2007 erneut einen Gewinn aus.

2008

Nach dreieinhalb Jahren Aufwind schlägt der wirtschaftliche Abschwung auch auf die Hello durch. Ab Frühling steigen die Kerosinpreise ins Extreme, was nur teilweise und zeitlich verzögert an die Kunden weitergegeben werden kann. Im September laufen die Verträge für die Island-Operation aus; die drei Flugzeuge werden in der Schweiz über Tour Operators und im Spezialflüge-Geschäft eingesetzt. In Anbetracht der Marktsituation entscheiden Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, die Leasingverträge von drei Flugzeuge im Verlauf von 2009 auslaufen zu lassen. Weitere notwendige Kosteneinsparungen werden rechtzeitig eingeleitet und sichern ein weiteres positives Geschäftsergebnis.

2009

Um den Fortbestand der Hello AG zu sichern, wird im Januar eine Kapitalerhöhung von CHF 5 Mio. realisiert. Hello AG startet mit einem ehrgeizigen Budget für 2009. Schon bald wird klar, dass dies im gegebenen Umfeld der sich immer stärker bemerkbar machenden Wirtschaftskrise sehr schwierig werden wird. Im Frühling stornierten die ersten Kunden erhebliche Anteile ihrer Produktion, die sie bei Hello AG gebucht haben. Trotzdem, konnte das Geschäftsjahr mit einem Gewinn abgeschlossen werden. Dies Dank einer soliden Grundauslastung, sinkenden Kerosin Preisen und zusätzlichen ADHOC Verkäufen. Die frühzeitig eingeleiteten Kosteneinsparungen und die Reduktion der Flotte per Ende 2009 auf drei MD 90 tragen zum Erfolg bei.

2010

Ende 2009 war für Hello klar, dass mit 2010 ein hartes Jahr bevorstand. Die Verkäufe waren schwach und die Finanzmärkte in einer Depression. Die geflogenen Stunden sanken im Vergleich zu 2009 mit 8'500 Stunden auf 4'500 Stunden in 2010. Viele der zusätzlich geplanten Stunden gingen durch den schwachen Euro sowie den Verlust von Kunden verloren.

Trotzdem konnten mit M-Travel und TUI Deutschland einige grosse Kunden für den Winter 2010/11 gewonnen werden. Die Aufträge dieser beiden Kunden lieferten genug Flugstunden, um das Projekt der Umflottung von der MD90 auf die A320 weiter zu treiben. Im April hat der Verwaltungsrat daher dem Leasing von drei A320 zugestimmt. Das Hello Aktienkapital wurde auf CHF 21.4 Millionen aufgestockt, weil die Umflottung signifikante Investitionen in den Bereichen Wartung, Ausrüstung und vor allem Schulung von Piloten sowie Kabinenpersonal erforderte.

Der erste Airbus A320 traf am 30. Oktober 2010 in der Schweiz ein und wurde am 1. November erstmals auf kommerziellen Flügen eingesetzt. Das zweite Flugzeug wurde im Dezember in Betrieb genommen, die dritte Maschine im März 2011.

Der Verwaltungsrat stimmte zudem dem Leasing einer vierten A320 zu, welche im May 2011 in betrieb genommen werden konnte. Die ausgemusterten MD90 wurden nach einer grossen Überholung an SAS in Schweden zurückgegeben.

In 2010 musste im Zuge der Umflottung auch das Personal aufgestockt werden. Von den rund 130 Hello Angestellten gehören 120 zum fliegenden Personal, 23 zur Maintenance und 25 in die Administration.

 

 

Kennzahlen

per 31.12.

Anzahl Mitarbeitende

ausgeführte Flüge

produzierte Stunden

beförderte Passagiere

2004 (5 Monate)

63

717

2'068

50'770

2005

84

2'690

8'313

323'770

2006

132

5'921

16'945

670'870

2007

154

6'409

19'557

758'881

2008

140

6'350

19'775

685'000

2009

130

3077

8'500

360'000

2010

120

1637

4'400

151'000